Beide Varianten sind Veneers: Verblendschalen auf der Vorderseite eines Zahns, die seine Farbe, seine Form oder beides verändern. Der Unterschied liegt im Material und in der Herstellung. Daraus ergeben sich die Unterschiede bei Kosten, Behandlungsdauer und Haltbarkeit.
Kompositveneers
Komposit ist ein zahnfarbener Kunststoff. Die Zahnärztin befestigt ihn am Zahn, modelliert ihn Schicht für Schicht von Hand und poliert anschließend die Oberfläche. Das Material gehört zur gleichen Werkstoffgruppe wie zahnfarbene Füllungen.
- Eine Sitzung. Kein Labor, keine Wartezeit und keine provisorische Versorgung.
- Weniger Abtrag von Zahnsubstanz — häufig nahezu keiner. Damit ist Komposit die zahnschonendere der beiden Möglichkeiten.
- Reparierbar. Eine kleine Absplitterung kann meistens direkt im Behandlungsstuhl ergänzt werden.
- Grundsätzlich reversibel, wenn wenig oder kein Zahnschmelz entfernt wurde.
- Geringere Kosten.
Die Nachteile sollten dennoch berücksichtigt werden. Komposit nimmt mit der Zeit Verfärbungen an; Kaffee, Rotwein, Tee und Rauchen können sichtbar werden. Es ist weicher als Keramik, deshalb kann der Glanz nachlassen und die Kanten können sich abnutzen. Als üblicher Orientierungswert gelten etwa fünf bis sieben Jahre bis zu einer umfassenderen Erneuerung, bei starkem Kaffee- oder Tabakkonsum möglicherweise weniger.
Das Ergebnis hängt außerdem deutlich von der handwerklichen Ausführung der Zahnärztin ab. Es gibt keine zahntechnische Nachbearbeitung: Form und Oberflächenstruktur entstehen direkt im Mund in einer Sitzung.
Keramikveneers
Keramikveneers werden von einer Zahntechnikerin oder einem Zahntechniker anhand eines Abdrucks oder Scans angefertigt und einige Tage später in einer zweiten Sitzung befestigt.
- Hohe Beständigkeit gegen Verfärbungen — glasierte Keramik nimmt Farbpigmente deutlich weniger auf als Komposit.
- Längere Haltbarkeit. Zehn bis fünfzehn Jahre sind ein häufiger Orientierungswert, teilweise auch länger.
- Natürlichere Lichtwirkung. Keramik verhält sich optisch ähnlich wie Zahnschmelz; dadurch kann ein gut angefertigtes Veneer unauffällig wirken.
- Herstellung außerhalb des Mundes, sodass Form und Oberflächenstruktur ausgearbeitet und vor dem endgültigen Befestigen kontrolliert werden können.
Die Nachteile: Für Keramik muss in der Regel mehr Zahnsubstanz vorbereitet werden als für Komposit. Es sind zwei Termine mit mehreren Tagen Abstand erforderlich, die Kosten sind höher, und bei einer Absplitterung muss das Veneer meist neu angefertigt statt repariert werden.
Direkter Vergleich
| Komposit | Keramik | |
|---|---|---|
| Termine | 1 | 2, mit einigen Tagen Abstand |
| Abtrag von Zahnsubstanz | Minimal | Gering, aber erforderlich |
| Verfärbungen | Nimmt Verfärbungen an | Sehr beständig |
| Typische Haltbarkeit | 5–7 Jahre | 10–15+ Jahre |
| Reparierbar | Ja, direkt im Behandlungsstuhl | Meist Neuanfertigung |
| Kosten | Niedriger | Höher |
| Besonders geeignet für | Kleine Korrekturen, begrenztes Budget, Reisen mit nur einem Behandlungstag | Umfassendere Veränderungen mit längerer geplanter Haltbarkeit |
Entscheidungshilfe
Komposit kann sinnvoll sein, wenn ein oder zwei Zähne korrigiert, eine kleine Lücke geschlossen oder eine abgebrochene Ecke aufgebaut werden soll, das Budget begrenzt ist oder Ihnen in Patong nur ein Behandlungstag zur Verfügung steht. Es ist außerdem eine konservative Möglichkeit, eine Formveränderung auszuprobieren, bevor Sie sich für Keramik entscheiden.
Keramik kann sinnvoll sein, wenn mehrere Zähne gleichzeitig verändert werden sollen, eine längere Haltbarkeit wichtig ist, Sie häufig Kaffee oder Rotwein trinken oder die betreffenden Zähne beim Sprechen besonders sichtbar sind.
Vor beiden Varianten
Lassen Sie sichtbare natürliche Zähne zuerst aufhellen, falls eine Zahnaufhellung geplant ist. Weder Komposit noch Keramik reagieren auf Aufhellungsgel. Die Farbe der natürlichen Zähne am Tag der Befestigung bestimmt daher ihr Verhältnis zur neuen Versorgung. Nach der Aufhellung sollte sich die Zahnfarbe etwa zwei Wochen stabilisieren, bevor die endgültige Farbe festgelegt wird.
Mehr zu dieser Reihenfolge finden Sie unter Planung eines Smile-Makeovers und zu Punkten, die bei auffällig günstigen Veneer-AngebotenArtikel auf Englisch geprüft werden sollten.
Lohnen sich Kompositveneers?
Für kleine Korrekturen und einen engen Zeitrahmen können sie sinnvoll sein. Es wird nur wenig Zahnsubstanz entfernt und die Kosten sind deutlich niedriger. Bei einer umfassenden Veränderung, die über viele Jahre bestehen soll, kann Keramik langfristig die passendere Wahl sein.
Wie lange halten Kompositveneers?
Bei guter Pflege häufig etwa fünf bis sieben Jahre, bei Rauchen oder hohem Kaffeekonsum möglicherweise kürzer. Dazwischen können sie in der Regel nachpoliert oder an kleinen Stellen ergänzt werden.
Können Kompositveneers an einem Tag gemacht werden?
Ja. Sie werden in einer Sitzung direkt auf dem Zahn aufgebaut und eignen sich deshalb für kurze Aufenthalte.
Verfärben sich Kompositveneers?
Ja, stärker als Keramikveneers. Regelmäßiges Polieren bei Kontrollen kann helfen; weniger Kaffee, Tee, Rotwein und Tabak reduziert die Belastung zusätzlich.
Kann ich später von Komposit zu Keramik wechseln?
Häufig ja, weil die Vorbereitung für Komposit nur wenig Zahnsubstanz entfernt. Dies ist einer der wesentlichen Vorteile dieser Variante.
Noch unsicher?
Beschreiben Sie uns Ihr Anliegen. Wir erklären Ihnen die nächsten Schritte, bevor Sie einen Termin anfragen.
