Ein „Smile-Makeover“ ist keine einzelne Behandlung, sondern ein Behandlungsplan. Er kombiniert häufig Zahnaufhellung, Veneers oder Kronen, manchmal eine Korrektur des Zahnfleischverlaufs und gelegentlich den Austausch alter Füllungen, deren Farbe nicht mehr passt. Die einzelnen Maßnahmen sind etabliert. Für ein stimmiges Ergebnis sind vor allem ihre Reihenfolge und die Planung vor dem ersten Eingriff entscheidend.
So kann sich ein solcher Plan in eine zweiwöchige Reise einfügen.
Tag 1–2: Untersuchung und Gestaltung
Zunächst folgen Fotografien, Röntgenaufnahmen und eine Untersuchung. Dabei werden auch Fragen geklärt, die vorher vielleicht nicht aufgefallen sind: Befindet sich unter einer alten Krone Karies? Würde die Bisssituation die neue Versorgung überlasten? Ist das Zahnfleisch gesund genug für eine zuverlässige Befestigung?
Danach kommt die Gestaltung. Mit einem Wax-up auf einem Modell oder einer digitalen Simulation lassen sich Form und Länge beurteilen, bevor Zähne vorbereitet werden. Bitten Sie darum, das Ergebnis bei Tageslicht anzusehen und zu fotografieren. Ein Mock-up, das Sie einen Tag lang außerhalb der Praxis betrachten können, liefert meist mehr Information als eine Entscheidung innerhalb weniger Minuten im Behandlungsstuhl.
Diese Entscheidungen gehören an den Anfang: wie viele Zähne behandelt werden, welche Form vorgesehen ist und welcher Farbbereich gewünscht wird.
Tag 2–3: Zahnaufhellung und hygienische Maßnahmen
Wenn neben der neuen Versorgung natürliche Zähne sichtbar bleiben, sollten diese ihre gewünschte Farbe vor der Farbanpassung der neuen Arbeiten erreichen. Komposit und Keramik reagieren nicht auf Aufhellungsgel; mehr dazu unter was Zahnaufhellung verändern kann und was nicht.
Auch Zahnreinigung und notwendige Zahnfleischbehandlungen finden in dieser Phase statt. An entzündetem Zahnfleisch zu befestigen ist ungünstig. Eine Korrektur des Zahnfleischverlaufs benötigt außerdem Zeit, um sich zu stabilisieren, falls sie Teil des Plans ist.
Tag 4–5: Vorbereitung und Provisorien
Die Zähne werden vorbereitet, und Abdrücke oder Scans gehen an das Labor. Sie erhalten Provisorien, die wichtiger sind, als viele erwarten. Sie sind eine Probe in Originalgröße. Nutzen Sie sie einige Tage beim Essen, Sprechen und Lächeln, betrachten Sie sie bei unterschiedlichem Licht und machen Sie Fotos.
Wenn die Länge nicht stimmt, sich die Zähne zu voluminös anfühlen oder Ihnen die Form nicht gefällt, sprechen Sie es jetzt an. Ein Provisorium lässt sich unkompliziert anpassen; bei bereits befestigter Keramik sind Korrekturen deutlich eingeschränkter.
Tag 8–10: Einprobe und Befestigung
Die fertigen Versorgungen kommen aus dem Labor und werden zunächst mit einer provisorischen Paste eingesetzt. Kontrolliert werden die Farbe im Verhältnis zu Ihrem Gesicht, die Form, die Wirkung beim Sprechen und die Position der Mittellinie. Erst danach werden die Arbeiten endgültig befestigt, der Biss wird eingestellt und die Oberflächen werden poliert.
Planen Sie ein bis zwei Tage später einen Kontrolltermin für kleine Bisskorrekturen ein. Neue Versorgungen benötigen häufig eine solche Feinabstimmung.
Tag 11–14: Zeitreserve
Halten Sie die letzten Tage möglichst frei. Probleme werden vor allem dann schwierig, wenn keine Zeitreserve vorhanden ist: Eine Farbe muss möglicherweise korrigiert, der Biss ein zweites Mal angepasst oder eine Laborarbeit verspätet fertiggestellt werden. Wird die Reserve nicht benötigt, bleiben Ihnen einige freie Tage nach Abschluss der Behandlung.
Ein realistischer Zeitplan
| Tag | Was geschieht |
|---|---|
| 1–2 | Untersuchung, Röntgenaufnahmen, Fotografien, Gestaltung und Mock-up |
| 2–3 | Zahnaufhellung, Zahnreinigung und gegebenenfalls Zahnfleischbehandlung |
| 4–5 | Vorbereitung, Abdrücke und Einsetzen der Provisorien |
| 6–7 | Alltag mit den Provisorien — Zeit zur Beurteilung |
| 8–10 | Einprobe, Korrekturen und endgültige Befestigung |
| 11–12 | Bisskontrolle und Politur |
| 13–14 | Zeitreserve |
Entscheidungen, die Sie vor dem Flug treffen sollten
- Wie viele Zähne? Mehr ist nicht automatisch besser. Fragen Sie, welche Zähne beim Lächeln und Sprechen tatsächlich sichtbar sind — häufig sind es weniger als erwartet.
- Wie hell? Ein häufiges Bedauern ist eine Zahnfarbe, die für das Gesicht zu hell wirkt. Orientieren Sie sich an Fotos von Menschen in Ihrem Alter, nicht nur an Werbebroschüren.
- Keramik oder Komposit? Die Abwägung betrifft Zeit, Kosten und Haltbarkeit.
- Veneers oder Kronen? Entscheidend ist die verbleibende gesunde Zahnsubstanz, nicht allein das gewünschte Aussehen; mehr dazu unter Veneers oder Kronen.
- Wie ist der Biss? Wenn Sie mit den Zähnen knirschen, sollte eine Aufbissschiene eingeplant werden. Unbehandeltes Knirschen kann kosmetische Versorgungen deutlich schneller schädigen.
Senden Sie vor der Reise Fotos und Ihre Reisedaten. Wir teilen Ihnen offen mit, ob der gewünschte Plan in der verfügbaren Zeit realistisch ist. Falls nicht, ist es sinnvoller, dies vor der Flugbuchung zu wissen.
Wie lange dauert ein Smile-Makeover?
Für eine umfangreiche Versorgung mit Keramik sind einschließlich Zahnaufhellung und Zeitreserve häufig zehn bis vierzehn Tage einzuplanen. Behandlungen ausschließlich mit Komposit können deutlich kürzer sein.
Sollte ich vor oder nach Veneers aufhellen?
Vorher, wenn natürliche Zähne sichtbar bleiben. Die Farbe der neuen Versorgung wird anschließend an die aufgehellten natürlichen Zähne angepasst.
Wie viele Veneers brauche ich?
So viele, wie beim Lächeln und Sprechen sichtbar sind — häufig sechs bis acht im Oberkiefer, manchmal weniger. Lassen Sie sich begründen, warum genau diese Anzahl empfohlen wird.
Kann ich meine Entscheidung nach dem Einsetzen der Provisorien noch ändern?
Ja, genau dafür sind Provisorien vorgesehen. In dieser Phase lassen sich Form und Länge in der Regel gut anpassen; nach der endgültigen Befestigung sind Änderungen deutlich schwieriger.
Was ist, wenn ich mit den Zähnen knirsche?
Sprechen Sie dies bei der Planung an. Es kann die Materialwahl beeinflussen und macht häufig eine Aufbissschiene erforderlich. Ohne Schutz kann die Lebensdauer kosmetischer Versorgungen deutlich kürzer sein.
Noch unsicher?
Beschreiben Sie uns Ihr Anliegen. Wir erklären Ihnen die nächsten Schritte, bevor Sie einen Termin anfragen.
