Im Inneren des Zahns, unter dem weißen Schmelz und einer harten Schicht namens Dentin, liegt ein weiches Gewebe: die Pulpa. Sie enthält Blutgefäße, Nerven und Bindegewebe und lässt während der Entwicklung die Zahnwurzel wachsen. Ein voll ausgebildeter Zahn kann ohne Pulpa überleben, weil er weiterhin vom umliegenden Gewebe versorgt wird.
Anders als die Witze darüber vermuten lassen, ähnelt eine moderne Wurzelkanalbehandlung sehr einer gewöhnlichen Füllung. Je nach Zustand des Zahns und Ihrer persönlichen Situation ist sie meist in ein bis zwei Terminen abgeschlossen. Während und nach dem Termin dürfen Sie mit einem angenehmen Ablauf rechnen.

Anzeichen einer Pulpaentzündung sind
- Schmerzen bei heißen oder kalten Speisen und Getränken
- Schmerzen beim Zubeißen oder Kauen
- Ein gelockerter Zahn
Schreitet die Entzündung fort, verschwinden diese Beschwerden oft, weil die Pulpa abstirbt. Der Zahn wirkt dann geheilt, tatsächlich hat sich die Entzündung aber im Wurzelkanalsystem ausgebreitet.
Später treten weitere Beschwerden auf, etwa
- Wiederkehrende Schmerzen beim Zubeißen oder Kauen
- Schwellung des Zahnfleischs am betroffenen Zahn
- Austritt von Eiter am betroffenen Zahn
- Schwellung im Gesicht
- Dunkelfärbung des Zahns

Bei Zahnschmerzen sollten Sie zum Zahnarzt gehen. Ist der Zahn entzündet, kann die Pulpa nicht von selbst ausheilen.
Ein entzündeter Zahn wird im Mund nicht besser. Je weiter sich die Entzündung festsetzt, desto geringer sind außerdem die Aussichten, dass die Wurzelkanalbehandlung gelingt.
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