Eine Kompositfüllung ersetzt Zahnsubstanz, die durch Karies, Abnutzung oder eine kleine Fraktur verloren gegangen ist. Das Material ist ein Kunststoff mit feinen Glaspartikeln, farblich an Ihren eigenen Zahn angepasst, und wird in einer Sitzung direkt mit der verbliebenen Zahnsubstanz verbunden.
Wobei es helfen kann
- Kariöse Bereiche, die entfernt wurden und versorgt werden müssen.
- Kleine Absplitterungen und Frakturen an Front- und Seitenzähnen.
- Abgenutzte Schneidekanten, sofern auch die Ursache der Abnutzung berücksichtigt wurde.
- Kleine Lücken oder Formunregelmäßigkeiten an Frontzähnen, in geeigneten Fällen.
- Ersatz einer bestehenden Füllung, die undicht geworden ist oder unter der Karies entstanden ist.

Untersuchung und Eignung
Ihre Zahnärztin untersucht den Zahn und fertigt bei Bedarf eine Röntgenaufnahme an, um zu sehen, wie tief die Karies reicht und ob der Nerv beteiligt ist. Komposit eignet sich für kleine bis mittlere Defekte, bei denen genügend gesunde Substanz zum Verbund vorhanden ist und die Kaukräfte auf diesem Zahn nicht übermäßig hoch sind.
Ist der Defekt groß, ein Höcker bereits gebrochen oder die Karies bis zur Pulpa vorgedrungen, ist eine Füllung möglicherweise nicht die richtige Antwort. Ihre Zahnärztin erklärt Ihnen dann, was infrage kommt: ein Inlay, eine Krone, eine Wurzelkanalbehandlung oder gelegentlich die Entfernung des Zahns. Eignung, Zeitbedarf und Kosten ergeben sich nach dieser Untersuchung, nicht davor.
Der übliche Ablauf
- In der Regel wird örtlich betäubt; bei einem sehr flachen Defekt ist das nicht immer nötig.
- Der Zahn wird trockengelegt – davon hängt der Verbund ab.
- Kariöse und nicht tragfähige Zahnsubstanz wird entfernt.
- Das Komposit wird in Schichten eingebracht und jede Schicht mit einer Lampe ausgehärtet.
- Die Füllung wird ausgeformt, der Biss geprüft und angepasst, die Oberfläche poliert.

Wie viele Termine zu erwarten sind
Meist ein Termin von etwa einer Stunde, je nach Planung für eine oder mehrere Füllungen. Das ist eine Schätzung: Anzahl und Größe der Defekte sowie das, was sich nach dem Entfernen der Karies zeigt, verändern sie.
Grenzen, Risiken und Alternativen
- Eine Füllung ist eine Reparatur, kein neuer Zahn. Sie hat eine Lebensdauer, muss kontrolliert und irgendwann erneuert werden.
- Empfindlichkeit auf Kälte oder beim Zubeißen ist in den ersten Tagen häufig und klingt meist ab. Nimmt sie zu oder hält Schmerz Sie nachts wach, melden Sie sich bitte in der Praxis.
- Komposit kann sich an den Rändern mit der Zeit verfärben, besonders durch Kaffee, Tee, Rotwein oder Tabak.
- Bei tiefen Defekten besteht das Risiko, dass sich der Nerv nicht erholt; dann kann später eine Wurzelkanalbehandlung oder die Entfernung nötig werden.
- Alternativen sind ein Inlay oder Onlay, eine Krone oder – bei einem nicht erhaltungsfähigen Zahn – die Entfernung mit anschließender Brücke oder einem Implantat. Ihre Zahnärztin sagt Ihnen, was für Ihren Zahn infrage kommt.

Zum Austausch älterer Metallfüllungen
Eine vorhandene Amalgamfüllung, die intakt und dicht ist und keine Beschwerden verursacht, muss aus gesundheitlichen Gründen nicht ersetzt werden. Ein Austausch ist eine nachvollziehbare Entscheidung aus ästhetischen Gründen oder wenn die Füllung selbst defekt ist, und Ihre Zahnärztin sagt Ihnen offen, was auf Sie zutrifft. Intakte Restaurationen grundsätzlich zu entfernen, empfehlen wir nicht.

Nach der Behandlung
Sie können essen und trinken, sobald die Betäubung nachgelassen hat – achten Sie bis dahin darauf, sich nicht auf Lippe oder Wange zu beißen. Putzen Sie den Zahn wie gewohnt und verwenden Sie Zahnseide. Melden Sie sich, wenn der Biss zu hoch wirkt, die Empfindlichkeit in der ersten Woche eher zu- als abnimmt oder die Füllung rau ist oder hängen bleibt.
Möchten Sie das besprechen?
Vereinbaren Sie eine Untersuchung: Die Zahnärztin erläutert Ihnen, welche Möglichkeiten für Sie geeignet sind, wie lange sie dauern und mit welchen Kosten ungefähr zu rechnen ist.
